Agit Kabayel zähmt „Monster“ Makhmudov

Es war die wohl größte Überraschung am Tag vor Heiligabend in der Kingdom Arena in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad. Im bis dato größten Kampf seiner Karriere bezwingt SES-Schwergewichtler Agit Kabayel den Russen Arslanbek Makhmudov in vier Runden durch T.K.o.

Der Ringrichter Steve Gray bricht den Kampf nach 2:03 min in Runde 4 ab, nachdem Agit Kabayel Arslanbek Makhmudov während des WBA Inter-Continental & North American Boxing Federation Schwergewichtskampfes in Riad, Saudi-Arabien, niedergeschlagen hat.(Foto: Richard Pelham/Getty Images)
Der Ringrichter Steve Gray bricht den Kampf nach 2:03 min in Runde 4 ab, nachdem Agit Kabayel Arslanbek Makhmudov während des WBA Inter-Continental & North American Boxing Federation Schwergewichtskampfes in Riad, Saudi-Arabien, niedergeschlagen hat.(Foto: Richard Pelham/Getty Images)

In einem Kampf, der die Boxwelt überraschte, sicherte sich Agit Kabayel einen herausragenden Sieg gegen Arslanbek Makhmudov durch technischen K.o. in der vierten Runde. Der deutsche Schwergewichtsboxer setzte sich gegen den zuvor ungeschlagenen Russen durch und bestätigte seine Position als ernst zu nehmender Anwärter auf einen Weltmeistertitel.

Taktische Meisterleistung – Außenseiter Kabayel überlegen

Als klarer Außenseiter – Kabayel hatte Makhmudov vor dem Kampf noch als „Monster“ bezeichnet – in den Ring gestiegen, bewies Kabayel von Beginn an Mut und taktisches Geschick. Trotz Nachteilen in Reichweite und Gewicht zeigte er beeindruckende Variabilität und eine ausgeklügelte Beinarbeit. Kabayel dominierte den Kampf durch präzise und wirkungsvolle Körper-Treffer, die ihm letztendlich den Sieg sicherten.

Der entscheidende Moment des Kampfes ereignete sich in der vierten Runde, als Kabayel mit einem harten Leberhaken Makhmudov zu Boden zwang. Der Russe konnte sich von diesem Schlag nicht mehr erholen. Nach einer weiteren Trefferserie Kabayels musste der Ringrichter den Kampf abbrechen, als Makhmudov zum dritten Mal zu Boden ging.

Nach dem Kampf machte Agit Kabayel noch ein Selfie mit Christiano Ronald (2.v.r.).

Kabayels Weg zum Erfolg und zukünftige Aussichten

„Ich habe wahrscheinlich die Welt geschockt“, sagte Kabayel in einem Interview nach dem Kampf. Der Erfolg gegen Makhmudov, den stärksten Gegner seiner bisherigen Laufbahn, markiert einen signifikanten Meilenstein in Kabayels Karriere. Makhmudov, bekannt für seine Schlagkraft, war bis dato als potenzieller Weltmeister gehandelt worden. Doch statt des Russen kann nun Agit Kabayel, der im März den EM-Titel des europäischen Kontinentalverbands EBU erneut gewonnen hatte, mit gestärktem Selbstvertrauen in die Zukunft blicken.

Aufstieg in den Ranglisten und WM-Chance

Nach diesem beeindruckenden Sieg in Riad wird Kabayel nun zweifelsohne in den Weltranglisten aufsteigen. Die Chancen auf einen großen Titelkampf im kommenden Jahr sind gestiegen. Der Bochumer feierte in Saudi-Arabien seinen 24. Sieg im 24. Profikampf, wobei er 16 Mal durch Knock-out triumphierte.

Die Zukunft des Hoffnungsträgers aus Bochum sieht vielversprechend aus. Der 31-Jährige plant, sich nach diesem Erfolg eine wohlverdiente Auszeit zu nehmen. Anschließend will er sich auf weitere Herausforderungen im Boxring vorbereiten. Agit Kabayel – diesen Namen werden sich die Top-Promoter im Schwergewichtsboxen nach der Nacht von Riad in ihren Notizbüchern doppelt unterstreichen.

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