BOXSPORT-Wahl: Boxerin des Jahres 2023

In einem Jahr alle bestrittenen Kämpfe siegreich zu gestalten, ist eine gute Voraussetzung, um den Titel „Boxerin des Jahres“ in der Kategorie Profis Frauen einzuheimsen. Vier der fünf Kandidatinnen ist dies gelungen. Der fünften gebührt derweil Respekt für eine mutige Entscheidung.

Nina Meinke (l.) – eine von fünf Nominierten für die „Boxerin des Jahres“ in der Kategorie Profis Frauen – kämpfte zuletzt gegen Laura Ledesma aus Panama. (Foto: IMAGO / Torsten Helmke)

Hier gibt es alle weiteren Informationen zur BOXSPORT-Wahl.

Profis Frauen

  • Nina Meinke (Federgewicht)
  • Sarah Liegmann (Federgewicht)
  • Fai Phannarai (Superbantamgewicht)
  • Sarah Bormann (Minimumgewicht)
  • Tina Rupprecht (Minimumgewicht)

Titelverteidigerin Nina Meinke (18-3, 4 K.o.) war 2023 schon wieder erfolgreich unterwegs. Sie gewann alle ihre drei Kämpfe und ist seit letztem Jahr in Lauerstellung auf gleich zwei WM-Titel. Meinke schnappte sich im Juni erst den WBA-„Gold“-Titel im Federgewicht, vier Monate später im Oktober folgte dann auch noch der Interconti-Titel der IBF. Bei beiden Verbänden ist die 30-jährige Berlinerin inzwischen auf Platz eins der Rangliste angekommen. Somit konnte sich Amanda Serrano nicht mehr vor Meinke „drücken“ – am 2. März kommt es nun zum Aufeinandertreffen.

Auch Fai Phannarai (14-0, 6 K.o.) hat ein ereignisreiches Jahr hinter sich, das sie im Oktober mit einem Punktsieg gegen Danielle Bennett und dem Gewinn der WM-Titel der WBF und WIBF im Superbantamgewicht krönte. Auch den ersten Kampf des Jahres gegen Hasna Tukic bestritt die Hamburgerin mit thailändischen Wurzeln siegreich. Die 23-Jährige, die für den Stall „Boxen im Norden“ antritt, hat große Ambitionen. Derzeit belegt sie bereits den fünften Rang bei der IBF, sodass eine weitere Titelchance in 2024 zumindest nicht ausgeschlossen ist.

Gleich in zwei Gewichtsklassen war Sarah Bormann (17-0, 7 K.o.) 2023 unterwegs. Die 33-Jährige aus Nidderau in Hessen bestritt bis zum 16. Dezember drei Kämpfe, die sie allesamt gewann. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie vier Gürtel im Portfolio: die Interims-Titel der IBF und des WBC im Minimumgewicht und obendrein die WM-Titel der WIBF im Halbfliegen- und im Minimumgewicht. Alle vier hat sie 2023 eingesammelt. Am 16. Dezember boxte Bormann außerdem noch gegen die Mexikanerin Yesica Nery Plata um die WBA- und WBC-Titel im Halbfliegengewicht, verlor diesen Kampf allerdings knapp nach Punkten.

Zukunftshoffnung

Einen WM-Gürtel bei den Juniorinnen ergatterte die Federgewichtlerin Sarah Liegmann (9-0, 2 K.o.), als sie im Oktober 2023 das Duell gegen Thanchanok Phanan um die WBC-Krone bei den Juniorinnen gewann. Auch in den anderen beiden Kämpfen, die die 21-Jährige im zurückliegenden Jahr bestritt, verließ sie den Ring als Siegerin.

Einen Kampf absolviert und den dann auch noch verloren – eigentlich keine Bilanz, die jemanden für die Nominierung zur „Boxerin des Jahres“ prädestiniert. Trotzdem nominiert BOXSPORT auch Minimumgewichtlerin Tina Rupprecht (12-1, 3 K.o.) für die Wahl – aufgrund ihres Mutes und ihres sportlichen Ehrgeizes, sich mit den Besten ihrer Klasse zu messen. Denn in dem einen Kampf stellte sich „Tiny Tina“ als amtierende WBC-Championesse im Minimumgewicht einem Vereinigungskampf mit WBA-Titelträgerin Seniesa Estrada in den USA, den sie aber einstimmig nach Punkten verlor.

Text: Andreas Ohlberger

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