BC Greifswald: Ein Leben für den Verein (I)

Der Box-Club Greifswald, wo Trainerlegende Fritz Sdunek seine ersten Schritte machte, brachte in seiner Historie schon so manche Titelträger hervor.

Greifswald Coach Kay Max Schröder (r.) und Trainerkollege Nico Paesch (l.) in der Ringpause mit Abdul Almat, Landesmeister U15 2023. (Foto: Kay Max Schröder)

Im Jahr 1956 als Armee-Sportverein ASV gegründet, wechselte der Box-Club Greifswald in den folgenden Jahren insgesamt viermal seinen Namen. Zuerst wurde er umbenannt in UNI Greifswald. Weil aber die staatliche, bzw. betriebliche Förderung ausblieb, wurde aus UNI der Eisenbahnersportverein, kurz Lokomotive, ehe das zuständige Amtsgericht 1998 noch einmal Hand anlegte und den BC Greifswald (BCG) in das Vereinsregister eintrug.

Trotz der häufigen Änderung der „Verpackung“, die Tradition und der Erfolg sind geblieben. Es gab Zeiten, da triumphierte der BCG sogar über die Großmacht Traktor Schwerin. Besonders Greifswalder Schwergewichte waren Gold wert: Lothar Peth war der erste Deutsche Meister des Vereins. Erik Blum, Daniel Bräuhahn, die Lewandowski-Brüder sowie Florian Schulz waren allesamt deutsche Meister.

Auch international war der BCG eine Macht. Christian und Dennis Lewandowski, Florian Schulz, Enrico Berger; sie kehrten hochdekoriert von Europameisterschaften zurück. Gold und Silber gab es auf Weltmeisterschaften für Enrico Berger und Thomas Benzmann. Jetzt sind es Talente wie der U-22 DM Agasi Margaryan oder Juniorin Ani Manukyan, die auf Deutschen- und Europameisterschaften abräumen.

Der Vater des Erfolgs

Ringarzt Dr. Volker Worm, hat sich für das Gespräch mit BOXSPORT Zeit genommen. Genauso wie Wiking-Wolgast Coach Jürgen Moderhak und Kult-Promotor Winfried Spiering, der zurzeit an seiner Biografie arbeitet. Dr. Worm hatte 1964 bei UNI Greifswald begonnen. Ein Jahr später führte er die Eingangsuntersuchung beim damals 13-jährigen Winfried Spiering durch. „Damals hatte ‚Winner‘ Spiering noch nicht im Schwergewicht geboxt“, frotzelt der Mediziner. Bei der Frage nach dem Besten geht es hoch her. Moderhak präsentiert gute Gründe, dass es Dennis Lewandowski sei. Die Gleichen führt Egon Burmeister an. Nur hat er Enrico Berger im Sinn. Burmeister ist der einzige „Nicht-Boxer“ am Tisch. Der Wolgaster war einer der besten Judoka der DDR.

Teil zwei der Story findet ihr ab Montag hier.

Text von Wolfgang Wycisk

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