Hammer! Gualtieri boxt Titelvereinigung

Vincenzo Gualtieri kürte sich erst im Juli zum IBF-Weltmeister im Mittel. Nun reist der Agon-Boxer für eine Titelvereinigung in die USA.

Gualtieri

Am 1. Juli gelang „Il Capo“, so Gualtieris Spitzname, Historisches. In der Wuppertaler Unihalle schickte er den Brasilianer Esquiva Falcao zweimal auf die Bretter und sicherte sich mit einem einstimmigen Punktsieg den WM-Titel nach Version der IBF. Seit 2012, ist er der erste Deutsche, dem der Weltmeistergürtel im Mittelgewicht umgeschnallt wurde.

Jetzt steht Gualtieri vor der nächsten Herausforderung – gegen WBO-Titelträger Zhanibek Alimkhanuly aus Kasachstan. In der Nacht am 14. Oktober treten die zwei auf einem Top-Rank-Event in Houston/Texas zu einem IBF-WBO-Vereinigungskampf an. Danach wird es nur noch einen Weltmeister geben. Alimkhanuly lässt sich Janibek statt Zhanibek rufen, weil es für seine amerikanischen Fans leichter auszusprechen ist. Er ist, wie Falcao, Rechtsausleger und boxt seit 2018 für das Top-Rank-Team. Im Mai letzten Jahres gewann er gegen Danny Dignum den WBO-Interimstitel. Sechs Monate später, im November, bezwang er Denzel Bentley und sicherte sich den regulären WBO-Titel.

„Il Capo“ muss dickes Brett bohren

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Vincenzo Gualtieri wird gegen Zhanibek Alimkhanuly seinen ersten Kampf außerhalb von Deutschland bestreiten. (Foto: IMAGO / Torsten Helmke)

Alimkhanuly nahm 2016 an den olympischen Spielen von Rio teil und wurde 2013 Amateurweltmeister. Er beschreibt seinen Stil als kasachisch. „Vor und zurück, Angriff und Gegenangriff. Das ist der Qazaq Style!“ – Im Übrigen ist das auch sein Kampfname. Vincenzo Gualtieri muss sich nicht nur auf seinen Gegner einstellen, er muss auch vor der gewaltigen Kulisse bestehen, die ihn in Houston erwarten wird. In Deutschland gehen einige Hundert bis wenige Tausend zu den Veranstaltungen. Gegen den Top-Rank-Boxer wird eine ganz andere Dimension auf ihn zukommen.

Gelassenheit im Agon-Management

Agon Sport Manager Dr. Strickrodt bleibt trotz des erwarteten Trubels gelassen: „Diese Chance ist einmalig und ich bin mir sicher, dass Vincenzo sie ergreifen wird!“ Elf Jahre mussten vergehen, bis Agonss CEO Ingo Volckmann mit „Il Capo“ Gualtieri wieder einen neuen deutschen Profiweltmeister stellte. Vor dem Wuppertaler war es Felix Sturm, der am 1. Sept. 2012 seinen Welttitel der WBA gegen Daniel Geale verlor. Gleichzeitig war es auch der letzte Vereinigungskampf mit deutscher Beteiligung, denn der Australier brachte seinen IBF-Titel ein. Für den Sieg eines deutschen Boxers in einem Unification Fight muss man bis ins Jahr 1997 zurückreisen. Damals war es Dariusz Michalczewski der Virgil Hill bezwang und die Titel der IBF, WBA und WBO vereinte.

Es sei wie es sei. Deutschland, Agon und Volckmann werden mit Gualtieri einen Teilnehmer in einem Vereinigungskampf einbringen und Volckmann stellt erneut eine Bestmarke im deutschen Profiboxen auf. Bleibt die Frage offen, was „Ingo Deutschland“ als nächstes plant. Jack Culcay, William Scull und Haro Matevosyan hat er für einen WM-Kampf in der Pipeline. Vielleicht wieder in Deutschland?

Text: Pressemitteilung / Agon Sports

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