Jonas verteidigt IBF-Titel – Mayer frustriert

Natasha Jonas hat am Wochenende ihren IBF-Weltmeistertitel im Weltergewicht gegen Mikaela Mayer verteidigt. Die Amerikanerin war mit dem Urteil der Punktrichter nicht einverstanden.

Im Juli 2023 holte sich Natasha Jonas den IBF-WM-Gürte mit einem Sieg über Kandi Wyatt. (Foto: Getty Images / Charlotte Tattersall)

Vom Start weg schenkten sich beide Boxerinnen nichts. Top-Rank-Boxerin Mikaela Mayer begann mit viel Druck und schob die Britin in den ersten Runden vor sich her. Allerdings schaffte es Jonas immer wieder den harten Fäusten der Amerikanerin auszuweichen und ihrerseits Konter-Treffer zu landen. Doch das schien Mayer kaum aus dem Konzept zu bringen, denn die 33-Jährige marschierte weiter nach vorne. In der letzten Runde drehte die ehemalige Weltmeisterin im Superfedergewicht nochmal richtig auf und schlug, was das Zeug hält. Das sollte ihr allerdings nicht mehr helfen.

Am Ende fiel die Entscheidung sehr knapp aus: 96-94 und 96-95 für Jonas und 97-93 für Mayer. Der IBF-Titel im Weltergewicht bleibt damit in Großbritannien, aber die Wertungen sorgten für rege Diskussionen. „Es war harte Arbeit, genau wie ich dachte. Zwei erstklassige Kämpferinnen, aber ich habe gewonnen“, kommentierte Natasha Jonas den Kampf. Mayer äußerte sich ebenfalls: „Ich denke, man konnte sehen, dass ich genug getan habe, um zu gewinnen. Ich hoffe, dass wir diesen Kampf für die Fans wiederholen können, wenn sie es wollen.“

Text: Robin Josten

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