Trauer um Boxer Cem Kilic

Cem Kilic, ein talentierter Supermittelgewichtler mit Wurzeln im rheinland-pfälzischen Neustadt, ist auf tragische Weise verstorben. Die Boxwelt trauert!

Der gebürtige Hesse Cem Kilic galt als einer der aufstrebenden Boxer im Supermittelgewicht. (Foto: Instagram / kilicboxing)

Der erst 29-jährige Kilic wurde in Los Angeles, wo er seine Boxkarriere so richtig in Schwung brachte, tot aufgefunden. Mit 19 Jahren aus Deutschland in die USA ausgewandert, hatte der Boxer in der Vergangenheit mit Drogensucht und psychischen Problemen zu kämpfen. Als Ursache für seinen plötzlichen Tod wird eine Überdosis vermutet. Er trainierte in der Nähe von Los Angeles und gab sein Profidebüt am 6. Dezember 2014. Im Laufe seiner Karriere bestritt er 18 Kämpfe und feierte 17 Siege, davon 11 durch K.o. Er war ein ernstzunehmender Kandidat im Supermittelgewicht und wurde unter anderem von dem renommierten Boxtrainer Freddie Roach betreut. Kilic trat bei verschiedenen Veranstaltungen von Showtime und ESPN auf, unter anderem auf der Undercard beim Kampf zwischen Tyson Fury und Tom Schwarz.

Sein Manager Sahne Shapiro zeigte sich tief bestürzt und schockiert über den Verlust. In einem emotionalen Statement erinnerte er an die gemeinsame Zeit mit Kilic, den er als Teil seiner Familie betrachtete. Trotz Meinungsverschiedenheiten und Herausforderungen in der Zusammenarbeit, so Shapiro, würden die gemeinsamen Erinnerungen immer unvergesslich bleiben. Er würdigte Kilic als „Champion“ und sprach von den vielen „Kriegen“, die sie gemeinsam geführt hätten. Kilics Tod hinterlässt eine große Lücke in der Boxwelt.

Text von Robin Josten

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