Maske hält Gualtieri-Sieg für „möglich“

Am kommenden Wochenende bestreitet Agon-Boxer Vincenzo Gualtieri in den USA eine Titelvereinigung gegen Zhanibek Alimkhanuly. Henry Maske sieht eine Chance für den Deutschen.

Henry Maske, der sich 1993 zum IBF-Weltmeister im Halbschwergewicht kürte, ist heute ein gefragter Box-Experte. (Foto: IMAGO / kolbert-press)
Henry Maske, der sich 1993 zum IBF-Weltmeister im Halbschwergewicht kürte, ist heute ein gefragter Box-Experte. (Foto: IMAGO / kolbert-press)

Vincenzo Gualtieri wird in der Nacht von Samstag auf Sonntag als krasser Außenseiter in den Kampf mit dem Kasachen Zhanibek Alimkhanuly (ab 5:15 Uhr live auf Sportschau.de) gehen. Box-Legende Henry Maske sieht dennoch eine Chance für den IBF-Titelträger. Er brauche „das nötige Quäntchen Glück“, sagte der 59-Jährige im Exklusivinterview mit RTL/ntv und sport.de. „Er muss sich im Ring die Chance erarbeiten, öfter mal eine mehr drin zu haben als Janibek. Das wünsche ich ihm und ich kann mir vorstellen, dass das sehr gut möglich ist.“

Weiter sagt der langjährige Weltmeister im Halbschwergewicht: „Er soll das tun, was er vor allem kann: mit Übersicht boxen. In seinem ersten WM-Kampf hat er teilweise schon davon gelebt, dass er die Kontrolle behielt und die Aktionen des Gegners so schon auf diese Art vernichtet hat. Das ist Bestandteil einer persönlichen Qualität – die Angriffe des Gegners zu killen, ohne getroffen zu werden und dann selbst zu agieren; nicht nur zu schlagen, um zu schlagen, sondern auch, um zu treffen. Ich glaube, dazu ist er in der Lage.“

Beim Kampf gegen Falcao im Juli, indem sich „Il Capo“ zum IBF-Weltmeister krönte, wechselte der Agonaut von der Links- in die Rechtsauslage, um dem Brasilianer das Leben schwer zu machen. Das hält der „Gentleman“ im Fight gegen Janibek für keine gute Idee: „Sich auf diese Art zu konzentrieren, Dinge zu machen, die man sonst nicht gewöhnt ist, wäre aus meiner Sicht eher eine Dummheit.“

Text: Robin Josten

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